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Beliebteste Country Musiker aller Zeiten – Liste

Beliebteste Country Musiker aller Zeiten

Vom Hillbilly zum Nashville Sound

In meiner Jugend faszinierte mich ein ganz bestimmter Film, den ich mir immer und immer wieder anschauen musste. Ich weiß nicht genau, was es war, was mich an diesem Film so reizte, aber ich denke, es war die Kombination aus einer begnadeten Sissy Spacek, einem raubeinigen Tommy Lee Jones und die Geschichte der aus ärmlichen Arbeiterverhältnissen stammenden Loretta Lynn, die zu einer der bedeutendsten Sängerinnen in der Geschichte der Country-Musik emporsteigen sollte. „Nashville Lady“, die verfilme Autobiografie Loretta Lynns aus dem Jahre 1980 vereint wohl alles Wichtige, was man über die Country-Musik und dessen Bedeutung in Amerika wissen sollte.

Das Wichtigste vorweg: Country ist nicht nur Musik, es ist ein Lebensgefühl. Sie müssen sich vorstellen, dass die Texte der Country-Musik immer erdbehaftet bleiben, normale Lebensverhältnisse widerspiegeln und nicht selten humorvoll und witzig sind. Das Persönliche steht stets im Vordergrund. Zu beachten ist hierbei, dass es sich in den 1920-er Jahren noch um überwiegend simple Hillbilly-Musik aus Gitarre, Banjo, Fiedel und Mandoline handelte. Nach und nach entwickelte sich aus der einfachen „Old-Time-Music“ der Country, den wir heute kennen, wenngleich es hier einige Abspaltungen zu erwähnen gibt. Zwischen „Blue-Grass“, „Honky-Tonk“ und dem typischen „Nashville-Sound“ siedelten sich seit jeher Künstler unterschiedlicher Couleur an.

Einige Emporkömmlinge sollten Sie auf jeden Fall kennen!

Johnny Cash

Sorry, not sorry! Er muss einfach an erster Stelle stehen. Johnny Cash ist eine Legende auf dem Country-Parkett. Zu seinen bedeutendsten Werken zählen „Ring of fire“, „Hurt“ oder „Walk the line“. Wer diese Songs nicht kennt, der hat kein Herz und keinen Sinn für die Musik. Man muss es einfach so hart ausdrücken. 50 Millionen verkaufte Tonträger sprechen hier für sich. Dabei war sein Leben tatsächlich ein „Ring of fire“, ein regelrechter Ritt auf der Rasierklinge. Alkohol und Amphetamine waren lange Zeit seine besten Freunde. Dann kam glücklicherweise June Carter, die Liebe seines Lebens. Unvergessen sind seine Konzerte im Gefängnis von San Quentin und Folsom.

Willie Nelson

Sie können Nelson bedenkenlos als Revoluzzer bezeichnen, zählt er doch zu den Vorreitern der „Outlaw Bewegung“. Es waren überwiegend texanische Country-Sänger, die sich gegen das Nashviller Establishment auflehnten. Zu Nelsons größten Hits zählen beispielsweise „On the road again“ oder „Always on my mind“. Sie sollten sich dennoch die absoluten Kracher mit ihm und seinen Kollegen Johnny Cash (er mal wieder!) und Kris Kristofferson als „The Highwayman“ zu Herzen nehmen. Mehr Freiheit geht nicht, wenn man mit einem alten Chevy über Amerikas staubige Wüstenstraßen braust und diesen Sound hört. Nelson zählt übrigens zu den 100 besten Gitarrenspieler in der Geschichte, kifft gerne und holte einst einen auf LSD berauschten Dennis Hopper aus dem Knast. Alles in allem ein super Typ!

Dolly Parton

Bereits mit 13 gab Parton ihr Musik-Debüt in der Grand Ole Opry, was für alle Country-Jünger DAS Mekka schlechthin ist. Wer dort auftreten darf, ist entweder super talentiert oder super erfolgreich! Parton ist ein echtes Multitalent und 100 Millionen verkaufte Tonträger sprechen für sich. Hits wie „Jolene“ – die es übrigens wirklich gibt -, „I will always love you“ oder „Islands in the stream“, das sie zusammen mit Kenny Rogers perfektionierte summen Sie in ihrem Leben sicherlich immer mal wieder gedankenverloren vor sich hin und wundern sich vermutlich, wo sie es aufgeschnappt haben könnten. Noch ein Ohrwurm gefällig? „Working 9 to 5, what a way to make a living…“. La La La

Garth Brooks

Man will es kaum glauben, aber dieser Mann hielt sich bereits mit seinem erste Album „Garth Brooks“ von 1989 ganze 224 Wochen lang in den Billboard 200 Charts. Die Achtziger waren ohnehin prägende Jahre, in denen reiner Country nach und nach mit kommerziellem Pop und Rock fusionierte. Garth Brooks war einer der Wegbereiter für diese Entwicklung. Songs wie „If tomorrow never comes“, „The river“ oder „Shameless“ brachten ihm immensen Erfolg und das weltweit! Privat war Brooks nicht immer der Vorzeigemann, wie er es auf der Bühne war. Außereheliche Affären und diverse Unstimmigkeiten mit seiner Plattenfirma bescherten ihm einige Rückschläge. Dennoch steht er mit 160 Millionen verkauften Alben sogar vor Elvis Presley. Das muss man ihm erstmal nachmachen!

Blake Shelton

Was Brooks für die Neunziger war, ist Shelton für die 2000er. Und es zeigt wieder einmal, wie wandelbar die Country-Musik ist und sich im Laufe der Jahre immer wieder neu erfand. Vom alten Hillbilly-Sound über die Nashville-Ära bis hin zum heutigen Country mit Rock und Pop-Einflüssen zählt diese Musikrichtung zur Wandelbarsten überhaupt. Nicht umsonst belegte Shelton bereits parallel Platzierungen in den Country sowohl auch in den Pop-Charts. Songs wie „Austin“, God’s Country“ oder „Hillbilly Bone“ hielten sich wochenlang auf Platz 1. Brooks zählt zu den erfolgreichsten Singer und Songwriter der Country-Gegenwart.

Schlussendlich tummeln sich im Bereich Country-Music aber unzählige Weltstars und Talente. Von George Strait über Merle Haggard bis hin zu zeitgenössischen Künstlern wie Keith Urban, Taylor Swift und Shania Twain. Was uns erkennen lässt, dass diese Musikrichtung ganze Generationen geprägt und beflügelt hat. Nicht umsonst heißt es:

„If ain’t country, if ain’t music!“

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