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C-Bluestonleiter bilden – Anleitung & Tipps

C-Bluestonleiter bilden - Anleitung & Tipps

Die Bluestonleiter stammt, wie der Name schon sagt, ursprünglich aus der Bluesmusik und wird auch vorwiegend dort verwendet. Die C-Bluestonleiter wird nach einem definierten Muster gebildet, welches auch auf alle anderen Grundtöne angewendet werden kann. Sie besteht aus den folgenden sechs Tönen: dem Grundton C, Es, F, Ges, G und B.

Markenzeichen der Bluestonleiter

Charakteristisch für Bluestonleitern sind die sogenannten Blue Notes. Diese verleihen der Tonleiter den gefühlvollen und melancholischen Klang, für den Blues-Melodien bekannt sind. Es handelt sich dabei um drei Töne der Tonleiter: die kleine Terz, die verminderte Quinte und die kleine Septime. Die Blue Notes der C-Bluestonleiter sind somit die Töne Es, Ges und B. Ein Merkmal der Bluestonleiter ist außerdem das Vorkommen einer chromatischen Sequenz, das heißt eine Serie von direkt aufeinanderfolgenden Tönen. In diesem Fall wäre das die Tonabfolge F – Ges – G. Diese trägt wie auch die Blue Notes zum melancholischen Charakter der Tonleiter bei.

Wie bildet man eine Bluestonleiter?

Für die Bildung der typischen Bluestonleiter wird die Moll-Pentatonik als Basis genommen. Um diese zu erhalten, bildet man eine klassische Moll-Tonleiter, lässt jedoch den zweiten und den sechsten Ton weg, was in einer Tonleiter mit nur fünf Tönen (Pentatonik) resultiert. Diesem Gebilde fügt man nun noch die verminderte Quinte, eine der oben beschriebenen Blue Notes, hinzu, um die Bluestonleiter zu vollenden.

Will man den Weg über die Moll-Tonleiter vermeiden, kann man sich ganz simpel an folgendes Muster halten: 1, -3, 4, -5, 5, -7. Dieses Modell beschreibt geradeheraus, welche Töne in die Tonleiter gehören und geht dabei stets vom Grundton (1) aus: Auf diesen folgen demnach die kleine Terz (-3), die reine Quarte (4), die verminderte Quinte (-5), die reine Quinte (5) und schließlich die kleine Septime (-7). Um sich dies besser zu merken, kann man sich vor Augen führen, dass drei Töne direkt aufeinander folgen und man sich somit nur an der Anfangston dieser Sequenz erinnern muss. So kann man die Tonleiter noch schneller bilden: Auf den Grundton folgen die kleine Terz, die reine Quarte mit zwei Folgetönen, und schließlich die kleine Septime.

Alternativen der Bluestonleiter

Obwohl die oben beschriebene Tonleiter im Blues bei weitem am meisten verwendet wird, ist sie nicht die einzige vorkommende Variante. Eine weitere Möglichkeit ist die Bluestonleiter mit sieben Tönen anstatt sechs. Diese wird nach dem gleichen Muster gebildet, jedoch erweitert man sie zusätzlich um die große Terz, in diesem Fall dem Ton E. So kommt man zu folgendem Muster: 1, -3, 3, 4, -5, 5, -7 (C – Es – E – F – Ges – G – B). Dieser zusätzliche Ton verlängert die chromatische Frequenz, welche oben erläutert wurde. Diese besteht nun aus fünf Tönen, beginnend mit der kleinen Terz. Dieses Muster lässt sich inzwischen sehr einfach einprägen: Nach dem Grundton kommt die kleine Terz mit vier Folgetönen, danach folgt nur noch die kleine Septime.

Die Bluestonleiter in Dur

Normalerweise kommt die Bluestonleiter in der Tonart Moll vor, da diese am besten zum schwermütigen Blues-Klang passt. Man kann sie jedoch theoretisch auch in Dur bilden, obwohl diese Tonart im Blues nur sehr bedingt funktioniert und deshalb so gut wie nie verwendet wird. Die entsprechende Tonleiter setzt sich aus der Dur-Pentatonik (die Dur-Tonleiter ohne ihren vierten und siebten Ton) und der kleinen Terz sowie der kleinen Septime zusammen. Dies führt zu folgendem Modell: 1, 2, -3, 3, 5, 6, -7. Die Bluestonleiter in C-Dur lautet somit C – D – Es – E – G – A – B.

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