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E-Bluestonleiter bilden – Anleitung & Tipps

Der Blues ist eine der wichtigsten Musikrichtungen überhaupt. Auf ihm basieren der Jazz, Rock, Soul und Rock ’n‘ Roll, auf denen wiederum Musikrichtungen basieren, die heutzutage noch sehr populär sind. Selbst in vermeintlich stark unterschiedlichen Musikrichtungen wie etwa dem Hip-Hop und Rap lassen sich die Wurzeln des Blues finden. Der Blues entstand zwischen dem 19.- Und 20. Jahrhundert durch die afroamerikanischen Bürger der USA, die ihre Frustration und ihre Sorgen durch Musik ausdrücken wollten. Aus diesem Grund hört man in alten Blues-Songs Ähnlichkeiten zu Gospel-Musik und „Work-Songs“. Der Begriff leitet sich von den zwei englischen Wörtern „blue devils“ ab und steht für Melancholie und Trauer. Dementsprechend aufgebaut sind sowohl die Texte und auch das Instrumental. Schon immer ist der Blues bei Musikern, insbesondere bei Gitarristen, eine sehr beliebte Musikrichtung. Es können Tonleitern in verschiedenen Tonarten selbst gebildet werden. Aber was ist überhaupt eine Tonleiter und wie bildet man selbst eine E-Bluestonleiter?

Was ist eine Tonleiter?

Bei einer Tonleiter handelt es sich in der Musik um eine Reihenfolge von Tönen, die nach einem geordneten Schema gespielt werden, wobei die Wahl der Töne auf die Tonart begrenzt ist. Die am weitesten verbreiteten Tonleitern sind die Pentatonik und die Heptatonik. In der Pentatonik basiert die Tonleiter auf fünf Tönen. In der Heptatonik sind es sieben Töne. Außerdem sehr verbreitet sind die sogenannten diatonischen Tonleitern Dur und Moll.

Was ist der Unterschied zwischen einer normalen Tonleiter und einer Bluestonleiter?

Der erste Unterschied besteht allein darin, dass eine Bluestonleiter aus sechs Tönen und nicht wie eine normale Tonleiter aus sieben Tönen besteht. Außerdem werden bei einer Bluestonleiter mindestens drei direkt aufeinander folgende Töne gespielt, was bei einer herkömmlichen Moll- oder Dur-Tonleiter so nicht gemacht wird.

Wie bildet man selbst eine E-Bluestonleiter?

Prinzipiell wird sie aus einer Pentatonik in Moll und aus einer sogenannten „Blue Note“ gebildet. In diesem Beispiel ist der Grundton ein „E“. Von dort ausgehend erhält man nach folgender Reihenfolge die übrigen fünf Töne. Der nächste Ton ist eine kleine Terz, der dritte eine reine Quart, der vierte eine verminderte Quinte, der nächste eine reine Quinte und der sechste Ton ist eine kleine Septime. Um es etwas einfacher darzustellen, erhält man die Tonarten E, G, A, Bb, B, D, E. Nach diesem Schema können Bluestonleitern in jeder Tonart selbst gebildet werden. In Intervallen ausgedrückt, würde die E-Bluestonleiter folgendermaßen aussehen: 1, 3-, 4, b5, 5, 7-.

Die meisten Bluestonleitern werden in der Moll-Pentatonik gebildet. Das schließt aber trotzdem nicht aus, dass eine Bluestonleiter in Dur nicht gebildet werden kann. Jedoch ist dies nicht einfach, da die Tonart nur begrenzt mit dem Blues harmoniert. Falls man es aber doch versuchen möchte, fängt man ähnlich wie bei der bereits im Beispiel gezeigten Tonleiter mit einer Pentatonik an, nur das diese eben in Dur und nicht in Moll aufgebaut ist. Nun entfernt man den vierten und den siebten Ton aus der Dur-Tonleiter, aber fügt ihr sowohl eine kleine Terz als auch eine kleine Septime hinzu.

Dieser Artikel wurde zuletzt aktualisiert am: 31. März 2022 von Anatoli Bauer

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