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Eigene Musik auf Spotify hochladen & anbieten – Anleitung

So bieten Künstler ihre Songs auf Spotify an

Früher war es kompliziert als Künstler seine Musik einem großen Publikum zugänglich zu machen. Hierzu bedurfte es Verbindungen zu Plattenfirmen und Studios, die dafür sorgten, dass die eigenen Songs vielleicht eines Tages ihren Weg Richtung CD oder Radio fanden. Viele großartige Talente wurden erst gar nicht angehört und auf der Stelle abgelehnt. Andere erhielten strenge Vorgaben, wie sie ihre Musik an die Wünsche der Labels anpassen sollten. Mit heutigen Möglichkeiten haben Künstler hingegen viel Freiraum. Einen klassischen Vertrieb für ihre Werke benötigen sie nicht mehr und selbst die Veröffentlichung eigener Lieder ist lediglich einen Klick von potenziellem Erfolg entfernt. Spotify zählt zur ersten Anlaufstelle, wenn Musiker ihre eigenen Songs anbieten möchten.

Gigantisches Potenzial für Musiker

Weltweit ist die App Spotify ein Begriff. Einmal angemeldet, dürfen Kunden nach Herzenslust Audio-Files streamen und kommen so im Abo-Modell in den Genuss von unzähligen Hits. Dabei hören sie jedoch nicht nur ihre Lieblingskünstler, sondern erhalten auch die Chance neue Lieder zu entdecken, auf die sie andernfalls kaum gestoßen werden. Deshalb nutzen nicht nur viele Hörer Spotify, sondern auch zahlreiche Künstler, die ein größeres Publikum ansprechen möchten. Vorbei sind die Zeiten, in denen sie noch in Fußgängerzonen Aufmerksamkeit einholen mussten. In mehr als 50 Millionen verfügbaren Tracks fischen sich künftig auch interessierte Fans online den Hit aus dem Repertoire neuer Interpreten. Die App ist in insgesamt 92 Ländern vertreten und besitzt zudem knapp 300 Millionen aktive User pro Monat. Das Potenzial ist dementsprechend gigantisch. Musiker, die ihre Werke auf Spotify hochladen können, benötigen jedoch eine Unterstützung.

Mit dem Digital Service Provider Songs verkaufen

Zwar fallen bei einer Spotify-Veröffentlichung Bewerbungen bei Plattenlabels und Studios weg, dafür setzt das Unternehmen auf Zusammenarbeit mit großen Firmen. Einzelne Musiker können bei Spotify nicht ohne Umwege ihre Lieder hochladen, denn dies würde laut Spotify zu einem erhöhten Arbeitsaufwand für den Dienst führen. Stattdessen nutzen interessierte Künstler einen sogenannten Digital Service Provider. Dieser sammelt sozusagen die Lieder vieler verschiedener Künstler und stellt sie anschließend als Paket Spotify zur Verfügung. Somit ist das Verbindungsglied zwischen App und Musiker eine Agentur, die Lieder der Künstler verwaltet. Gleichzeitig übernimmt sie das Management der Veröffentlichungen auf Spotify.

Das Bindeglied zwischen Spotify und Musiker

Manch ein Serviceanbieter verlangt hierfür zusätzlich Gebühren oder vermarktet die einzelnen Songs mithilfe von Metadaten und platziert sie auf Spotify in einer Weise, die zielführend das gewünschte Publikum erreicht. Wer nicht gerne die Zügel aus der Hand gibt, sollte sich die am Markt verfügbaren Dienste genau anschauen, denn alle versprechen eine etwas andere Leistung. Manche Servicepunkte sind ideal für Personen, die bislang weder Erfahrung mit Release-Titeln gesammelt haben oder unbedarft in Sachen Marketing sind. Andere Lösungen erlauben es den Musikern, den Digital Service Provider lediglich als erweiterte Hand Spotifys zu sehen und stellen somit eine Plattform zur Verfügung, eigene Songs hochzuladen.

In vier Schritten zum Musik-Star auf Spotify:

  1. Künstler erstellen zunächst einen Song in Form einer MP3-Datei, bei manchen Dienstleistern sind auch WAV-Dateien gefordert. Auch die Gestaltung des Covers wird den Musikern selbst überlassen. Dieses richtet sich nach den gewünschten Formatangaben des jeweiligen Digital Service Providers.
  2. Wenn Musiker eigene Songs hochladen möchten, sollten sie zunächst einen geeigneten Digital Service Provider finden. Zur Auswahl stehen Dienste wie, imusician, Recordjet, Zimbalam, Feyir und viele mehr.
  3. In den AGBs sollte ersichtlich werden, wie die Rechte am eigenen Werk aufgeteilt werden. Manche Anbieter möchten das alleinige Vertriebsrecht der Songs in der digitalen Welt erhalten, dafür bieten sie ihren Service mit geringer Jahresgebühr an und Musiker erhalten die Einnahmen verkaufter Titel.
  4. Nach der Anmeldung werden die Songs einfach hochgeladen. Viele Service-Anbieter stellen hierfür ein benutzerfreundliches Interface zur Seite, das mit diversen Menüpunkten ausgestattet ist. So lassen sich Songs einfach zu Alben einordnen oder Auszahlungen via Klick umsetzen.

Bei etlichen Digital Service Providern ist die Gebühr für hochgeladene Songs gering und liegt oft im Cent-Bereich. Auch eine Jahresgebühr kann bei manchen Dienstleistern unter 10 Euro liegen und ist somit auch für Musiker erschwinglich, die kein großes Budget für Werbung übrig haben. Andere Unternehmen bieten ihre Leistung kostenlos an, verlangen dafür jedoch eine prozentuale Beteiligung für Verkäufe oder besser gesagt für Streams. Über letztere rechnet Spotify zudem ab, wie oft der Song gehört wurde und kann somit Chart-Positionen präzise planen.

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