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Warum hat John Lennon „Imagine“ geschrieben? – Aufklärung

  • by Anatoli Bauer

Bei dem Song „Imagine“ handelt es sich um einen Popsong von John Lennon. Im September 1971 wurde er erstmals auf seinem gleichnamigen Album veröffentlicht. Einen Monat später dann auch als Single. Das Lied ist ein Aufruf für den Frieden und gilt außerdem als eine Hymne der Friedensbewegung.

„Imagine“ wurde von Lennon selbst als eine Marketingkampagne für den Frieden bezeichnet. Er schrieb das Lied während des Vietnamkrieges im März 1971. Es hat sich zu einem ewigen Protestsong und zu einem Symbol für die Hoffnung entwickelt.

Die Muse Yoko Onos

Jahre nach der Veröffentlichung erwähnte John Lennon dem Journalisten David Sheff gegenüber, die Gedichte aus Yoko Onos Buch Grapefruit hätten ihn zu dem Song Imagine inspiriert.

Deshalb ständen ihr ebenfalls Songwriting-Credits zu. Er hätte sofort jeden seiner männlichen Kollegen in die Credits aufgenommen. Laut eigenen Aussagen dachte Lennon allerdings zum damaligen Zeitpunkt noch so rückschrittlich, dass er sich nicht traute. Obwohl er immerhin das Gedicht, welches er als Inspiration nahm, auf der Rückseite der Imagine-Platte abdrucken ließ.

Diese Idee steckt hinter „Imagine“

„Imagine that there was no more religion, no more country, no more politics“ – mit diesen Zeilen beginnt das Lied „Imagine“.
Der Text von Imagine beschreibt seinen aufrichtigen Glauben an eine bessere, von Liebe und Menschlichkeit zusammengehaltene Welt. Es ist nicht etwa eine Kritik an die politischen Konzepte.

Der Film zum Song

John Lennon und Yoko Ono veröffentlichten 1972 einen Film. Dieser begleitete das Erscheinen des Songs und des gleichnamige Album.
Eine 81 Minuten lange Dokumentation zeigte die Aufnahmen zu den Songs des Albums.
Sie zeigt das Paar in ihrem Anwesen und zudem im angegliederten Tonstudio in Tittenhurst Park aber auch New York City.

Die Kritik

Obwohl nicht jeder ein Fan von „Imagine“ war, gab es viele Lobeshymnen.
Trotzdem hagelte es immer wieder Kritik, und zwar dafür, dass Lennon eine Welt erdachte, die ohne Besitztümer auskommen sollte. Und das als millionenschwerer Rockstar.
Es hieß es immer wieder, der Song sei absolut unrealistisch, naiv oder sogar gefährlich. Außerdem würde er falsche Ideale proklamieren.
Der Song hat trotz dessen bis heute nichts an seiner Strahlkraft verloren.

Ein Cover nach dem Anderen

Gerne bringen Songs in dieser Größenordnung mit sich mit, dass sie auch von anderen Musikern gerne in ihr Repertoire aufgenommen werden.

Im Dezember 1980erreicht das Lied innerhalb weniger Tage Platz eins der britischen Charts, denn Lennon wird auf offener Straße vor seiner Wohnung in New York von einem Mann erschossen.
Es ist eine Botschaft für eine gewaltfreie Welt und ein Zeichen für die besondere Magie des Liedes.

Einen Tag nach John Lennons Tod wurde das Lied von Queen bei ihrem Konzert in der Wembley Arena in London gespielt.
Elton John spielte den Song ebenfalls während seiner Welttournee im Jahr 1980.
Und auch David Bowie, Liza Minnelli, Neil Young, Madonna oder Steve Wonder erwiesen dem Song bei ihren Auftritten immer wieder die Ehre.

John Lennons Tod

Mark David Chapman, der Mörder von John Lennon, führte schon vor der Tat ein ruheloses Leben.
Jedoch verehrte er die Beatles seit seiner Kindheit. Er wurde als Teenager in einer Nervenheilanstalt behandelt und war zeitweise drogenabhängig.
Seine Bewunderung für die Beatles und die Besessenheit zu John Lennon steigerte sich schlussendlich nach einem Nervenzusammenbruch.
Lennon ist für Chapman lange ein Idol gewesen, aber aus Verehrung wurde purer Hass.
Er begann, Lennon für seinen weiteren Abrutsch verantwortlich zu machen.
Chapman erschoss Lennon mit vier Schüssen am 8. Dezember 1980 vor seinem New Yorker Wohnsitz.
Danach wartete er vor dem Gebäude, bis die Polizei kam und ihn festnahm.

Inzwischen ist der Mörder 66 Jahre alt. Für die Tat wurde er zu „20 Jahren bis lebenslänglich“ im Gefängnis verurteilt. Er sitzt derzeit in einem Gefängnis im Norden des US-Bundesstaats New York. Er hat bereits elf Mal eine Freilassung auf Bewährung beantragt, doch dies wurde jedes Mal abgelehnt.

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