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Warum nannte sich 2Pac am Ende Makaveli? – Aufklärung

2Pac ist ein Rapper, wie ihn kaum einen gab und den Status billigt ihm jeder zu, ob man ihn persönlich mag und seine Musik hört oder nicht. Er ist ein Künstler, der diesen Namen auch noch verdient hat und deshalb ist er bis heute – lange nach seinem Tod – auch noch so bekannt. Aber 2Pac war nicht immer nur 2Pac, sondern der Rapper Tupac Shakur hatte auch noch eine weitere bekannte Bezeichnung für sich gefunden: Makaveli. Was ist das für ein Name und woher kommt er?`

Niccolò Machiavelli

Niccolò Machiavelli war ein Philosoph und Staatstheoretiker aus dem 15. und 16. Jahrhundert und hat zwei bedeutende Werke geschrieben, „Der Fürst“ und „Discorsi“. Und besonders „Der Fürst“ hat einen großen Erfolg und Berühmtheit erlangt. Es geht um Macht eines Fürsten und darum, was er machen muss, um an der Macht zu bleiben und dass er eher gefürchtet als geliebt oder gehasst werden sollte, dass er bereit sein muss, alles mögliche zu machen und auch die Moral hinter sich zu lassen, weil nur so der Staat existieren könnte.

2Pac als gebildeter Mann

2Pac war ein kluger und gebildeter Mann. Und auch wenn er im Gefängnis saß, so hat er dort die Gelegenheit genutzt, die Werke von Machiavelli zu lesen. Er hat in den Werken wohl etwas gesehen, was er mit seiner eigenen Biografie verbinden konnte. Er erkannte in alten Schriften etwas für sich, erkannte ihren Wert und machte Machiavellis Gedankengebäude zu einem Teil von sich. 2Pac war belesen und klug und konnte fremde Gedanken zu eigenen Gedanken machen und diese in Texte umsetzen, was ihn zu dem Rapper machte, der er war.

Macht, Einfluss, Klugheit

Makaveli als eigenen Namen zu benutzen hatte wohl eben damit zu tun. 2Pac wusste, dass man listig sein musste, dass man klug sein musste. Dass die Menschen einen lieben konnten, aber diese Liebe auch verschwinden konnte. Und dass es Konkurrenz im Geschäft des Raps gab, die so hart ist, wie man sie sich im normalen Geschäftsleben nicht mal vorstellen kann und sein Tod kann darauf ein Hinweis sein. Sein Tod und der Tod vieler anderer Rapper. Und wie in Machiavellis „Der Fürst“ wollte 2Pac, dass seine Konkurrenz ihn fürchtete, nicht liebte oder hasste. Er wollte sich ein Image aufbauen und das hat er getan. Er hat seine Macht, seinen Einfluss, seinen Willen nach vorne gebracht, hat sich nicht verformen lassen (oder es zumindest versucht) und wollte immer authentisch sein, wollte immer ein Herrscher seiner selbst und des Raps bleiben, nie ein Sklave oder eine Marionette. Er wollte selbst der Fürst sein, um die Welt zu verändern, um seine Klugheit und sein philosophischen Texte dazu zu nutzen, andere aufzuklären und ein Erbe hinterlassen und das hat er er letztlich geschafft. Und letztlich endete er auch wie ein Fürst in früheren Jahrhunderten und wurde durch fremde Hand ermordet.

Er wusste, was er tat

2Pac hat Intelligenz, Philosophie, Gespür für die Macht in den Rap gebracht, ohne plump und einfach nur gewalttätig zu sein. Er hat die guten Seiten von Machiavelli geschaffen und konnte den negativen SEiten leider nicht vermeiden.

Dieser Artikel wurde zuletzt aktualisiert am: 1. April 2022 von Anatoli Bauer

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