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Was ist musikalische Früherziehung & was beinhaltet diese?

Musikalische Früherziehung fördert die Kreativität der Kinder und bringt auch so manches versteckte Talent ans Licht. Mit dieser Art der Erziehung bringt man seinem Kind auf spielerische Art und Weise die Musik und das Musizieren näher. In Musikschulkursen oder den Kindergärten werden die ersten Schritte in dieser Richtung gemacht, was auch sehr wichtig ist. Aber was genau ist die musikalische Früherziehung und was beinhaltet diese?

Die musikalische Früherziehung ist was genau?

Kindern wird damit die Möglichkeit gegeben, bereits in jungem Alter, erste Schritte mit und in der Musik zu gehen. Meist fängt dies schon in den Kindergärten an. Aber auch Musikvereine und Musikschulen bieten dazu Unterricht an, welcher auf einer spielerischen Art aufgebaut ist. Die musikalische Früherziehung kann die Vorstufe zum Erlernen eines Musikinstrumentes sein, ist aber auch ein bedeutender Faktor beim Erlernen von psychomotorischen Fertigkeiten. Gleichzeitig werden soziale Fähigkeiten und auch kulturelle Kompetenz gefördert. Meist beinhalten die Kurse eine Vielzahl an Bewegungen, aber auch Gesang wird nicht außen vorgelassen. Das Lernen der verschiedenen Instrumente gehört ebenfalls dazu, sowie auch das Ausprobieren der Instrumente. Musik und Gesang wirken sich dazu positiv auf die kognitiven Fähigkeiten der Kinder aus.

Verantwortlich für die Einführung der musikalischen Früherziehung

Dies basiert aber nicht erst seit diesem Jahrhundert. Bereits im 17.Jahrhundert wurde das durch den Pädagogen Johann Amos Comenius erkannt und umgesetzt. Ausschlaggebend dafür, dass frühkindliche musikalische Bildung in Kindergärten und Vorschulen eingeführt wurden, sind die Pädagogen Friedrich Fröbel und Emile Jaques Dalcroze. Der wohl bekannteste Begründer der musikalischen Früherziehung, ist, Carl Orff. Dessen verschiedene Konzepte werden auch heute noch eingesetzt und benutzt.

Was beinhaltet die musikalische Früherziehung?

Normalerweise findet die musikalische Früherziehung in Kindergärten oder Musikschulen, einmal in der Woche statt. In der Regel dauert eine solche Einheit, je nach Kindergarten oder Schule, 30 bis 75 Minuten und ist spielerisch aufgebaut. Der Unterricht besteht aus reinen praktischen Dingen, wobei ältere Kinder auch Theorie mitmachen. Das bezieht sich dann auf das Noten erlernen. Zu den Bewegungen, welche ein fester Bestandteil sind, singen die jungen Kinder mit den Erzieherinnen oder den Erziehern bekannte Kinderlieder. Aber auch Volkslieder werden häufig gesungen. Die Musik wird zusammen mit dem Gesang dazu genommen, den Kindern einfache Tanzschritte bei zu bringen. Die Kinder bekommen auch bestimmte Bewegungsaufgaben, welche sie zu verschiedenen Musikstücken spielerisch lösen. Ein weiterer wichtiger Bestandteil der musikalischen Früherziehung, ist das Musik hören und tänzerisch mit ihr umzugehen. Den Kindern macht aber auch das Ausprobieren Spaß, welches sie auch gleichzeitig fördert. Dazu gehört, neben dem Singen, Musikinstrumente zu testen, welche leicht zu bedienen und erlernbar sind. Glockenspiele, Xylophone, Rasseln, Klangstäbe Trommeln und Triangeln werden gerne im Unterricht dazu genommen. Und das nicht nur, weil es sich um Orffsche Instrumente handelt, die nach Carl Orff benannt worden sind. Das Entdecken von Klängen lernen die Kinder so spielerisch, ebenso bekommen sie ein Gefühl für Melodien und Tonhöhen. Aber auch das Vorstellen größerer Musikinstrumente wie Klavier, Gitarre Flöten oder Streichinstrumente wird gemacht. So kann unter Umständen schon herauskristallisiert werden, welches Instrument sie später gerne spielen möchten.

Ab wann macht die musikalische Früherziehung Sinn?

Theoretisch kann jedes Kind schon mit einem Jahr in die musikalische Früherziehung gehen. Dafür gibt es besondere Eltern-Kind-Kurse, da das Kind noch sehr jung ist. Bei vielen sogenannten Krabbelgruppen, gehört das Musizieren aber als fester Bestandteil, ins Programm. In der Musikschule beginnen die Kurse etwa im Alter von drei Jahren, was dann ratsam ist, wenn der Kindergarten keine Früherziehung anbietet. Bis zu einem Alter von 6 oder 7 Jahren können die Kinder an den Kursen teilnehmen. Soll das Kind ein Instrument erlernen, bietet sich ein Jahr vor der Einschulung, ein sogenanntes Instrumentenkarussell an. Dort können die gängigsten Musikinstrumente getestet werden. Und wer weiß-vielleicht findet sich so ein neues Hobby für das Kind.

Das Fazit

Mit musikalischer Früherziehung kann man nicht früh genug anfangen. Sie fördert nicht nur die Liebe zur Musik, sondern auch soziales Verhalten. Durch die vielen Bewegungen wird dem Kind auch eine gewisse Art Sport zuteil, was ja auch nicht das Schlechteste ist. Wer sein Kind musikalisch erziehen lassen möchte, kann im Kindergarten nachfragen. Wird es da nicht angeboten, dann gibt es Musikschulen dafür. Aber eines ist ganz wichtig. Man sollte sein Kind nicht dazu zwingen, ein Instrument zu lernen. Denn dann wird es schnell die Lust an der musik verlieren.

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