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Eis-Dur Tonleiter einfach erklärt

  • by Anatoli Bauer
Eis-Dur Tonleiter einfach erklärt

Es gibt zwei Vorgehensweisen – zuerst die etwas einfachere:

Zunächst ist es wichtig, ein paar Grundkenntnisse mitzubringen, um eine solch komplizierte Tonleiter zu verstehen. Die wichtigste Kenntnis ist, dass jede Dur-Tonleiter gleich aufgebaut ist. In der ganzen Tonleiter gibt es nur Ganztonschritte, ausgenommen zwischen dem 3. + 4. und dem 7. + 8. Ton hat es Halbtonschritte. Wie Sie sicher wissen, besteht eine Tonleiter aus 8 Tönen, also 7 unterschiedlichen Tönen und dem letzten, der gleich wie der Grundton ist und lediglich eine Oktave weiter oben liegt.

Das erste, was nun zu tun ist, ist das E-is auf den Notenlinien zu finden (befindet sich auf der untersten Notenlinie). Der Anhang -is bedeutet, dass der ursprüngliche Ton (e) um einen halben Ton erhöht ist. Das bedeutet für Sie, dass Sie das e auf Ihrem Notenblatt suchen und dort eine Note zeichnen, vor der ein Kreuz steht. Der nächste Schritt ist, 7 Töne in aufsteigender Reihenfolge hinter dem ersten (Grundton) zu notieren. Dabei geht es immer von Zwischenraum zu Notenlinie und dann wieder von Notenlinie zu Zwischenraum. So sollten Sie mit dem letzten Ton im obersten Zwischenraum landen. Der nächste Schritt ist, sich immer die Notenabstände zu überlegen. Da dies eine Dur-Tonleiter ist, gilt ja das oben (3. Zeile) geschriebene.

Der 1. Ton ist nun derselbe wie der 2. Ton, wobei eigentlich ein Ganztonabstand zwischen den beiden sein sollte. Deshalb erhöhen wir den 2. Ton mit einem Doppelkreuz. Nun haben wir aber dasselbe Problem mit dem 2. und 3. Ton, also wird auch der 3. Ton mit einem Doppelkreuz erhöht. Das gleiche gilt nun für den 3. und 4. Ton, nur dass hier der 4. Ton nur um einen halben Ton erhöht werden muss, das heißt ein 1 Kreuz und kein Doppelkreuz vor dem 4. Ton steht, weil ja bei Dur-Tonleitern zwischen dem 3. und 4. Ton ein Halbtonschritt sein muss. Zwischen dem 4. und 5. Ton muss wieder ein Ganztonschritt sein, momentan ist es aber erst ein Halbtonschritt, also müssen Sie den 5. Ton mit einem Kreuz erhöhen. Nun sind aber wieder der 5. und der 6. Ton identisch, weswegen Sie den 6. Ton mit einem Doppelkreuz erhöhen müssen, da zwischen diesen beiden Tönen wieder ein Ganztonabstand sein muss. Dasselbe gilt aus dem gleichen Grund für den 7. Ton. Zwischen dem 7. und 8. Ton muss schließlich ein Halbtonabstand sein, also erhöhen Sie den letzten (8.) Ton um einen Halbton, setzten also ein Kreuz vor diesen.

Die andere Vorgehensweise involviert den Quintenzirkel:

Hier sollte Ihnen ein Spruch wie „Geh du alte Ente hole Fische“ geläufig sein. Doch wo ist hier das eis? Wenn man sich die Notenabstände zwischen G – D – A – E … anschaut, wird klar, dass von jedem Ton jeweils eine Quinte höher liegt als der Vorhergehende. So kann man dann auch die Folge weiterführen. Fis – Cis- Gis – Dis – Ais – Eis. Hier lässt sich erkennen, dass Eis das 11. Folgeglied ist, also muss Eis-Dur 11 Kreuze haben? Diese wären dann: Fis, Cis, Gis, Dis, Ais, Eis, His, Fisis, Cisis, Gisis, Disis. Beim Einzeichnen dieser Vorzeichen in ihre Tonleiter, die auf dem Ton e (beziehungsweise mit Vorzeichen eis) startet, ist es wichtig, dass Sie jeden zwei Mal vorkommenden Ton (z.B. Fis und Fisis) mit einem Doppelkreuz versehen. So kommen Sie auf dasselbe Vorzeichen wie bei der ersten Methode.

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